HVI

Das Hamburger Vergabeinstitut ist eine Initiative von Hamburger Vergaberechtlern. Das Institut ist unabhängig von staatlichen Einrichtungen und den Kanzleien der Gesellschafter. Ziel des HVI ist die Fortentwicklung und Wissensvermittlung des Vergaberechts, gerade im Hinblick auf die Vereinfachung der Theorie in der praktischen Umsetzung. Hierzu hat sich das HVI verschiedene Leistungsziele gesetzt.

Ein zentraler Bestandteil der Leistungen des HVI soll die Entwicklung von Leitlinien für die Beschaffungspraxis und zur Durchsetzung der grundlegenden Zielsetzungen des Vergaberechts wie einem fairen Wettbewerb, integere Verfahren und  nachhaltigen Beschaffungen sein. Diese Leitlinien sollen – unabhängig vom Einzelfall – unter Berücksichtigung strategischer Beschaffungsziele konkrete Handlungsempfehlungen  für Beschaffer enthalten und es diesen ermöglichen, sich im Gestrüpp der vergaberechtlichen Bestimmungen zurechtzufinden. Dabei sieht das HVI seine Aufgabe in einer moderierenden Rolle:

Auf der Basis erster Entwürfe sollen die Leitlinien mit einem breiten Kreis von Beschaffern und anderen Marktteilnehmern abgestimmt werden. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die „HVI-Leitlinien“ einen allgemeinen Marktstandard setzen. Sie sollen zugleich die Lücke füllen, die der Gesetzgeber dadurch hinterlässt, dass ein einheitliches, allgemein verständliches „Vergabegesetzbuch“ bis auf weiteres nicht durchsetzbar erscheint. Mittelfristig wird das HVI aus den Leitlinien auch Schulungen konzipieren und Zertifizierungen entwickeln. Hier sieht das HVI seine Rolle in der aktiven und mit den Beschaffern gemeinschaftlichen Fortschreibung des praktischen Vergaberechts.

Ferner soll eine aktive Wissensvermittlung des Vergaberechts durch anwender-und bedarfsorientierte Schulungen erfolgen. Neben dem Hamburger Vergabetag als vergaberechtliche Großveranstaltung und dem Angebot des Fachanwaltslehrgangs betrifft das vor allem individuelle und sonstige Schulungen.